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Coaching Ourselves: neue Ansatz für die Fortbildung

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Ist Coaching ohne Coach überhaupt möglich? Am Liebsten würde ich gleich mehrere Fragezeichen setzen. Bei Taspo.de wird über das Coaching Ourselves (CO) Konzept berichtet, das vor allem Coaching für Führungskräfte bedeutet.

Ansatzpunkt ist die These, dass man Management nicht unterrichten, sondern nur selbst erlernen kann. Dahinter steht der kanadische Wissenschaftler Henry Mintzberg, der die markige These „There is no way to teach management.“ aufstellte.

Ein integraler Bestandteil von Coaching Ourselves ist das Vor-Ort-Prinzip. Das Coaching für Führungskräfte findet stets im eigenen Unternehmen statt, sodass sich das neu erworbene Wissen gleich an den Kollegen anwenden lässt. Der Coachee erhält lediglich ein theoretisches Grundgerüst und muss daraus selbst seine Schlüsse ziehen und diese anwenden.

So weit, so gut. Praxisbezug ist beim Coaching für Führungkräfte sicherlich kein Nachteil. Doch fehlt meines Erachtens das geschulte Gegenüber (bzw. der Coach), der die richtigen Anstöße gibt und horizont-eröffnende Fragen stellt. Ein Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens sieht immer den Chef und verhält sich dementsprechend. Ein Coach sieht einen Kunden, dem er vorbehaltslos gegenübersteht. Entsprechend mag ein direkter Praxisbezug zwar näher an der Realität sein – das funktioniert allerdings nur dann, wenn das Gegenüber auch wahrheitsgemäß reagiert ohne dabei an die eigene Situation und eventuelle Vorteile zu denken.

Ohne das CO-Konzept genau durchdrungen zu haben, erscheint mir der Ansatz bestenfalls als Ergänzung geeignet. Die Arbeit eines langjährige geschulten Coaches wird so allerdings nicht ersetzt.

 

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