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Spirituelles Coaching: neuer Trend in der Kritik

Auf dem stetig wachsenden Coaching -Markt ist bekanntlich Platz für allerlei Varianten. In den letzten Jahren hat sich hier vor allem das so genannte „spirituelle Coaching“ etabliert und bietet einen Mix aus unterschiedlichen Religionen, Ethiken und moralischen Leitsätzen.

Bei Haufe findet sich ein interessanter Artikel, der überaus kritisch mit dieser Coaching -Form ins Gericht geht. Explizit wird hier von „fragwürdigen Grundlagen“ gesprochen und dies auch begründet.

Als Urheber des spirituellen Coachings macht der Autor, Professor Uwe P. Kanning, vor allem die katholische Kirche aber auch einige derer Orden aus. So hat sich die Religionsgemeinschaft offensichtlich einen festen Platz in der Aus- bzw. Weiterbildung von Führungskräften erarbeitet und arbeitet streng mit ausgewählten Bibelzitaten.

Einer der Kritikpunkte besteht darin, dass die Wahrnehmung selektiv ist und lediglich einzelne Sätze aus dem Neuen Testament Verwendung finden. Zudem scheint die Persönlichkeit einer Führungskraft über allem zu stehen, was sich in der heutigen Zeit nicht mehr mit den Grundlagen eines funktionierenden Unternehmens verträgt.

Vor allem aber sieht es der Kritiker als problematisch an, dass an die Stelle von Reflektion das Befolgen von Leitsätzen aus der kirchlichen Lehre tritt. Ob zudem eine Meditation über einzelne Texte zum Ziel führt und die Führungskompetenz nachhaltig verbessern, darf bezweifelt werden.

Gewiss ist die geäußerte Kritik recht pauschal. Es lässt sich jedoch herauslesen, dass „spirituelles Coaching“ erst einmal mit einem kritischen Blick betrachtet werden sollte und durchaus ideologische Spuren in sich trägt. Um es vorsichtig zu formulieren ….

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